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Zur Behandlung der Orgel in Interpretation und Bearbeitung
570 Seiten, erschienen am 30.06.2026
Ulrich Walther versammelt erstmals ganzheitlich die wichtigsten Fragestellungen und Kontexte des Phänomens Bearbeitung für die Orgel. Dazu thematisiert er bestehende Kategorisierungen in den Bereichen Aufführungspraxis und Arrangement bzw. Besetzungswechsel.
Die umfangreiche Dissertation stellt die Zusammenfassung von Walthers bisherigen künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungen dar. Mit einem ganzheitlichen Ansatz wird versucht, bestehende Kategorisierungen des Phänomens Bearbeitung für Orgel in den Bereichen Aufführungspraxis und Arrangement/Besetzungswechsel um interdisziplinäre Perspektiven zu erweitern. Vor dem Hintergrund bisheriger Erkenntnisse der Interpretationsforschung wird dabei im Besonderen der Sonderstatus von Interpretation auf der Orgel untersucht. Auf der Basis einer Vielzahl von Quellen wie auch eigener Bearbeitung greift die Analyse außerdem historische und aktuelle Analogien zur sprachlichen Übersetzung und Translation auf.

VITA
Der 1980 im westfälischen Hagen geborene Organist Ulrich Walther unterrichtet seit 2010 als Professor für Orgel und Improvisation an der Kunstuniversität in Graz. Daneben ist Walther als Konzertorganist, Bearbeiter und Improvisator sowie auch im pädagogischen Bereich in vielfältiger Weise präsent.
Gegenwärtig widmet sich Walther in Ergänzung zu einer umfassenden historisch informierten Aufführungspraxis auch der künstlerisch-wissenschaftlichen Erforschung unterschiedlicher Bearbeitungsformen sowie dem Bereich Jazz.
Faszinierend, wie und was Ulrich Walther da mit Händen und Füßen grandios auf die Tasten legte, wie er den noch so dichten Chromatik-Urwald durchschritt, filigrane Kontrapunktik luzide werden ließ, gewaltige dramatische Entwichlungen geradezu „orchestrierte“… der legendäre Leopold Stokowski wäre neidisch geworden.
Lehre
Seit 2010 leitet Ulrich Walther im Rahmen einer Professur für Orgel und Orgelimprovisation eine Orgelklasse an der Kunstuniversität Graz. Für seine pädagogische Arbeit wurde er für den KUG-Lehrpreis 2024/25 „Die Kunst aus Fehlern zu lernen“ nominiert. Studierende seiner Orgelklasse gingen als Preisträger bei internationalen Wettbewerben hervor.
[Info zu KUG]
Neben der Lehrtätigkeit übernimmt er umfangreiche Aufgaben in der akademischen Selbstverwaltung. U. Walther ist derzeit Institutsvorstand des Instituts 6 für Kirchenmusik und Orgel und wirkt aktiv in verschiedenen universitären Gremien mit.

KALENDER
"One of the most versatile Organist of his generation"
